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Allgemeine Tipps

Le suilon!


Hier kommen ein paar Tipps und Tricks zum LARPigen Nähen und basteln, die ich gerne ganz allgemein anbringen möchte, weil sie für mich sehr hilfreich waren. Die alten Hasen unter euch finden das vermutlich schon längst selbstverständlich, aber vielleicht ist ja doch die eine, oder andere interessante Sache dabei.


  1. Prototypen herstellen

    Das gilt ganz besonders für alles, was irgendwie teure Materialien beansprucht, denn wenn man dann feststellt, dass es nicht so klappt, wie man das wollte, hat man eventuell das Budget schon in den Sand gesetzt.

    Bei mir ist das vor allem die Gewandung, denn die tollen, elfen-tauglichen Stoffe kosten meistens doch (deutlich) mehr als fünf Euro den Meter. Deshalb gibt es bei Schnitten, die ich noch nicht ausprobiert habe vorher ein Probestück. Für kleine Projekten nehme ich Reste von anderen Projekten oder bediene mich am Restetisch bei den Stoffläden meines Vertrauens.
    Wenn ich mehr Stoff brauche, dann nehme ich dafür den Bomull von Ikea, den man für 2€ pro Meter bekommt.
    Teure Teile, zum Beispiel die Metallschließen an meinem Überkleid befestige ich einfach mit ein paar Stichen am Probestück und schneide sie hinterher wieder ab, um sie für das eigentliche Projekt zu verwenden.

  2. Probestücke weiter verwenden
    Sicher, das Kleid aus naturfarbener Baumwolle auf Con anzuziehen ist vielleicht nicht wirklich die Non-Plus-Ultra Idee (wobei, wie wäre es mit kürzen und als Nachthemd verwenden?). Aber gerade bei Kleidern hat man oft größere Stücke, die man für kleinere Projekte weiter verwenden kann. Bei meiner Heiler-Kiste gibt es einen wesentlich kleineren Prototyp ohne Fächerunterteilung, um die Technik auszuprobieren – und in das kleine Kästchen kommt dann eben eine ganz besondere Zutat …

    Lange Reche, kurzer Sinn: Häufig findet man etwas besseres als die Tonne für die Probestücke.

  3. LARPige Materialien auswählen – Elfen Style
    Bomull von Ikea ist toll für Probestücke – aber nicht für eine ganze Gewandung. Glaubt mir, ich hab es ausprobiert. Naturmaterialien sind natürlich im LARP das Mittel der Wahl, aber meiner Meinung nach sollten Elfen da ein wenig Großzügigkeit zeigen.

    Aber … aber … authentisch … historisch korrekt … höre ich manche Leute denken.

    Wirklich? Ich meine, wir sind Elfen! Wie soll ich mir eine historisch korrekte Elfe denn vorstellen? Nein danke, da lege ich lieber das Mittelalter zugunsten der Elfigkeit etwas großzügiger aus. Das heißt natürlich nicht, dass ich Elfen dazu auffordern möchte, in 100%Polyester mit glitzerndem Feenaufdruck herumzulaufen, aber ich finde, es gibt gute Mittelwege.
    Welche Anforderungen habe ich also nun an meine Materialien, Mal abgesehen von einem hübschen, elfischen Aussehen?

    - Es sollte nicht zu sehr knittern. Erinnert ihr euch, was die Gefährten in den Minen von Moria mitgemacht haben? Und erinnert ihr euch auch, wie zerknittert Legolas hinterher war? Auf Con kann man selten kurz Mal drüberbügeln, daher bin ich dafür, lieber gleich weniger knitternde Stoffe zu nehmen.

    Vor der Con bügeln ist für Elfen meiner Ansicht nach trotzdem Pflicht!

    - Es sollte maschinenwaschbar sein. LARP-Dreck ist toll. Auf meiner blutbefleckten Heilerschürze ist er besonders toll, aber nicht auf meiner sonstigen Gewandung. Ein bisschen Dreck sammelt sich natürlich auf Con immer an, aber zumindest am ersten Tag bin ich für aus-dem-Ei-gepellte-Elfen. Und das möchte ich nicht von Hand herbei zaubern müssen.

    - Mut zur Farbe. Klar, wenn ihr einen Wald(läufer)elf spielt, dann ist Tarnfarbe angesagt. Aber in allen anderen Fällen dürfen Elfen mehr tragen als natur und grün. Wenn man nach Arwen Kleid bilder-googlet, dann finden man – heute – bereits auf den ersten sieben Bildern drei Blautöne, zwei Rottöne, zweimal Weiß und je einmal Grün und Lila. Erlaubt ist, was gefällt, nur auf Knallorange würde ich eher verzichten.

  4. Erst planen, dann machen
    Gilt für so vieles im Leben, aber natürlich auch hier. Nichts ist ärgerlicher, als wenn man die beste Idee hinterher hat, und sie dann gar nicht mehr in das aktuelle Konzept einbauen kann, nach der Hälfte feststellt, dass das geplante Outfit das Budget übersteigt oder eine Methode überhaupt nicht anwendbar ist.

  5. Modular vorgehen
    Willkommen bei dem Grund, warum Sariel komplett neu ausgestattet wird: Weil mir das nicht rechtzeitig klar war. Ab jetzt wird nicht nur meine Gewandung, sondern eigentlich alles, was zu dem Charakter gehört so aufgebaut, dass einzelne Aspekte verändert, verbessert und ausgetauscht werden können.
    Das gilt aber nicht nur für das Vorgehen bei der Planung, sondern auch für die Umsetzung der Gewandung:
    Klar, Kopfbedeckung, Armstulpen, Überwurf und die Gürteltasche aus dem gleichen Stoff zu machen passt schön zusammen, aber hat mein Charakter das wirklich alles so zusammen genäht, oder doch eher nach und nach zusammen gestellt?

  6. Schummeln ist erlaubt, wenn man's nicht sieht!
    Ich habe ein kleines Drama mit Schnürkleidern. Sowohl die fertigen Kleider als auch alle Schnitte, die ich bisher ausprobiert habe, fallen entweder in die Kategorie
    a) komme ich ohne fremde Hilfe und Gewalt nicht rein und erst recht nicht raus
    oder
    b) fällt so elegant und enganliegend wie ein Kartoffelsack.

    Deshalb bekommt in der aktuellen Version auch keines meiner Kleider eine Schnürung. Ist auch extrem selten an Elfen zu sehen, wenn ich so darüber nachdenke. Stattdessen wird das Oberkleid mit Metallschließen geschlossen, die mit 7,95€ pro Stück zwar ziemlich teuer sind, wenn man gleich drei oder mehr davon braucht, aber toll aussehen. Und das Unterkleid? Das ist ein Unterkleid, dessen Verschluss man ohnehin nicht sieht. Und deshalb wird es mit einem Reißverschluss verschlossen.
    Ein bisschen Kleben ist übrigens durchaus erlaubt – Leim kannte man nicht nur im Mittelalter, sondern sogar schon im alten Ägypten, und solange es nicht die Überhand nimmt, ist ein wenig Kleben völlig in Ordnung.


Cuio vae!

Sariel Dylvana es i noss Ailinel

12.1.16 15:29
 
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